GARDENS OF TIME
since 2013
Gardens of Time is an expressive photography series dedicated to the quiet reconquest of forgotten, man-made structures by nature. Through evocative imagery of places long abandoned, this work captures how these spaces are reborn imbued with romantic melancholy and the overwhelming presence of Mother Nature. The project reveals who truly holds sway on this earth, reminding us how small and inconsequential we are when nature wills it otherwise. Simultaneously, the series offers a glance into both past and future, tracing the currents of memory as they flow into renewal.
Gardens of Time ist eine ausdrucksstarke Fotoserie, die der stillen Rückeroberung vergessener, vom Menschen errichteter Strukturen durch die Natur gewidmet ist. Durch eindringliche Bilder längst aufgegebener Orte zeigt das Projekt, wie diese Orte zu neuem Leben erwachen – durchdrungen von romantischer Melancholie und der beeindruckenden Kraft der Natur. Es macht deutlich, wer auf dieser Erde wirklich das letzte Wort hat, und wie klein und unbedeutend der Mensch ist, wenn die Natur entscheidet. Gleichzeitig eröffnet die Serie einen Blick in die Vergangenheit und in eine mögliche Zukunft, in der Vergessenes langsam wieder zum Leben findet.
CONTAMINATED
2014 – 2022
Contaminated is a long-term photography project that explores the Chernobyl Exclusion Zone through a series of evocative images. Over the course of four visits, I sought to move beyond surface-level documentation and approach the zone as both a historical scar and a space of unexpected beauty. The project reflects on the silent tension between catastrophe and transience, where human absence and contamination have given way to nature’s slow reclamation.
Rather than focusing solely on tragedy, Contaminated emphasizes atmosphere and emotion. Walking through abandoned villages, collapsing schools, and the ghost city of Pripyat, I experienced an oppressive stillness that was paradoxically grounding. This feeling became central to the work as it allowed me to capture not just what the zone looks like, but what it feels like to stand within it.
An essential part of the project is its existence on the blockchain. By minting these photographs as NFTs, Contaminated extends beyond traditional photographic practice into the digital sphere. The blockchain becomes both an archive and a medium, preserving these images against disappearance and reframing them as contemporary digital art.
At its core, Contaminated is about memory and impermanence. It is a meditation on the marks left by human ambition, the resilience of nature, and the fragility of what we consider permanent. In this tension between ruin and renewal, the project invites viewers to reflect on their own relationship to time, history, and the spaces we leave behind.
Contaminated ist ein langfristiges Fotoprojekt, das die Sperrzone von Tschernobyl in eindringlichen Bildern erforscht. Über vier Reisen hinweg habe ich versucht, über reine Dokumentation hinauszugehen und die Zone sowohl als historische Narbe wie auch als Ort unerwarteter Schönheit zu begreifen. Das Projekt reflektiert die stille Spannung zwischen Katastrophe und Vergänglichkeit, in der menschliche Abwesenheit und Kontamination der langsamen Rückeroberung durch die Natur Platz gemacht haben.
Statt sich allein auf die Tragödie zu konzentrieren, betont Contaminated Atmosphäre und Emotion. Beim Durchstreifen verlassener Dörfer, zerfallender Schulen und der Geisterstadt Prypjat erlebte ich eine bedrückende Stille, die paradoxerweise zugleich erdend wirkte. Dieses Gefühl wurde zum Kern der Arbeit, da es mir ermöglichte, nicht nur das äußere Erscheinungsbild der Zone festzuhalten, sondern auch die Erfahrung, in ihr zu stehen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist seine Existenz auf der Blockchain. Durch das Prägen dieser Fotografien als NFTs erweitert sich Contaminated über die traditionelle Fotografie hinaus in den digitalen Raum. Die Blockchain dient dabei zugleich als Archiv und als Medium, das diese Bilder vor dem Verschwinden bewahrt und sie als zeitgenössische digitale Kunst neu verortet.
Im Kern handelt Contaminated von Erinnerung und Vergänglichkeit. Es ist eine Meditation über die Spuren menschlichen Strebens, über die Widerstandskraft der Natur und über die Fragilität dessen, was wir als dauerhaft ansehen. In der Spannung zwischen Verfall und Erneuerung lädt das Projekt die Betrachtenden ein, über ihr eigenes Verhältnis zu Zeit, Geschichte und den Räumen, die wir zurücklassen, nachzudenken.
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